Böhmer, Prof. Dr. Heiner 

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E-Mail: Heiner.Boehmer@mailbox.tu-dresden.de

Professor
TU Dresden
Zeunerstr. 1d
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Privat:




Thematische Schwerpunkte

Forschungsschwerpunkte (1) Thema: Verbklassen und Prädikatsprogression im Spanischen und Französischen

Hier wird untersucht, in wie weit es neben den verschiedenen Formen der Thema-Rhema-Progression eines Textes, die ja im Wesentlichen seine Nominalphrasen und Präpositionalphrasen betreffen, semantisch also die handelnden und/oder beschriebenen Entitäten (Personen, Lebewesen, Naturkräfte, Dinge), auch Regeln für die Abfolge der Prädikate (Verben, Adjektive, Funktionsverbgefüge, verbale Redensarten) der Sätze gibt. Um dies festzustellen ist es zunächst nötig, die Verbklassen, die in der Lexikologie herausgearbeitet worden sind, mittels semantischer Netze näher zu beschreiben als bisher üblich. Publikationen:

„Semantische Analyse von Verfügungsverben und Redensarten des Bereichs ‚Geld, Besitz’ im Spanischen“. In: Koch, Peter/Blank, Andreas (eds.) [2003]: Kognitive Romanische Onomasiologie und Semasiologie. Tübingen: Niemeyer, 99-110.

längerfristige Perspektiven: Diese Untersuchungen sollen dann ermöglichen, bei der Beschreibung der Syntax mündlicher und schriftlicher Texte (i.w.S.) Regeln für die Bildung von Äußerungsgruppen und –sequenzen (Tripeln, Quadrupeln) anzugeben, die über die herkömmlichen Regeln des Satzformates, aber auch über die Beschreibung von Kohäsionsmitteln im Rahmen der Textlinguistik hinausgehen. In einem dritten Schritt könnte man schließlich Informationen über die textsortenspezifische Selektion grammatischer und lexikalischer Ausdrucksmittel in diese Satzgruppen einfließen lassen, also diskurstypen-spezifische Tripel und Quadrupel definieren. Ziel wäre letzten Endes also eine diskurstypen-differenzierende, satz-sequentielle Beschreibung der spanischen und französischen Sprache. (2) Thema: Zeitliche Gesamtstruktur von Texten (Schwerpunkt: Spanisch)

Grundidee dieses Projekts ist die Idee, dass ein Text eine zeitliche Gesamtstruktur aufweist, die sich an seinen Tempora, aber auch an seinen temporalen Adverbien sowie drittens der inneren zeitlichen Logik der Abfolge seiner Prädikate festmacht. Dieses schon von Blumenthal angedachte Thema soll über seine Analysen hinausgeführt werden, indem verschiedene Textsorten untersucht werden und ein besonderes Augenmerk auf das Wechselspiel des impliziten Zeitverständnisses und der expliziten Markierung von zeitlichen Verhältnissen gelegt wird. (3) Thema: Kontrastive Untersuchung zur Polysemie im Dreieck Deutsch-Spanisch-Französisch

Diese Forschungslinie betrifft die Mehrfachbedeutung von Wörtern und steht von daher in einer potentiellen Beziehung zur Mehrfachbedeutung literarischer Texte und dem in der Kommunikationspraxis (parole) stattfindenden Ereignis des interkulturellen Missverständnisses. Es geht zunächst jedoch um ein linguistisches Problem: In wie weit sind die zu einer Grundbedeutung hinzukommenden weiteren Bedeutungen der Wörter eines bilingualen Äquivalenzpaares (etwa pie (span.) – pied (frz.) oder Ziel (dt.) – meta (sp.)) dieselben in den beiden Sprachen und in wie weit unterscheiden sie sich? Gibt es hier eher Konvergenz zwischen Sprachen oder Divergenz?

Entgegen der landläufigen Meinung konnten bei den bisherigen Untersuchungen zu zwei kleineren Teilkorpora stärkere Konvergenzen als Divergenzen festgestellt werden. Im Rahmen einer Textanalyse wurde außerdem klar, dass Mehrdeutigkeiten in textueller Umgebung eher selten aufrechterhalten bleiben, so dass Divergenzen zu einem geringeren Problem für Übersetzungsaufgaben u.a. werden, als es vom Sprachsystem her gesehen den Anschein hat.

Längerfristige Perspektiven: Die bisherigen Analysen sind in ihrem Umfang zu erweitern, d.h., die Zahl an untersuchten Lexikoneinträgen sollte weiter vergrößert werden. Auch das Englische könnte in diese Untersuchungen mit einbezogen werden. Zweitens ist genauer zu eruieren, was denn die Konvergenzen verursacht (durch Übersetzungen ausgelöster Bedeutungswandel, kognitive Bedingungen). Drittens ist in dem Teil der Analysen, der sich auf die parole bezieht, die Perspektive des Missverständnisses mit einzubeziehen, das zum Teil ja eine lexikalische Basis haben kann. In der Logik dieser Perspektive liegt dann auch die Thematik des interkulturellen Missverständnisses. (4) Thema:Entwicklung der spanischen Wissenschaftssprache vom 13./15. Jahrhundert bis heute

Forschungsliteratur zu wissenschaftlichen Textsorten ist in der hispanistischen Linguistik recht spärlich anzutreffen. Im Rahmen dieses Forschungsschwerpunkts soll genauer als bisher geklärt werden, wie die spanische Wissenschaftssprache zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert aus ihrem lateinischen Vorbild erwuchs, wie sich verschiedene Textsorten der spanischen Wissenschaftssprache herausbildeten, welche Merkmale die heute gebräuchlichen Textsorten ausmachen, schließlich welche Eigenschaften und Bedingungen die domänenspezifische Diglossie kennzeichnen, die dadurch entsteht, dass geisteswissenschaftliche Beiträge in Spanien und Hispanoamerika auf Spanisch, naturwissenschaftliche dagegen fast nur noch auf Englisch publiziert werden. Ferner soll es auch um Ausdrucksstile gehen, genauer um die Frage, ob die spanische Wissenschaftssprache zugänglicher ist als die deutsche und auf einen breiteren Leser- und Zuhörerkreis wirken kann als diese. In diesem Zusammenhang kann die Orientierung an unterschiedlichen Wissenschaftskulturen wichtige Hinweise geben. Ein weiteres fortschrittliches Element soll in der Genauigkeit der syntaktischen Beschreibung liegen.  

Geographische Schwerpunkte

Geburtsdatum, -ort

Beruflicher Werdegang

Mitglied in wissenschaftlichen Vereinigungen

Gesprochene Sprachen

Gelesene Sprachen

Lehrtätigkeit

Betreute Arbeiten

Laufende Forschungsprojekte

Koop. mit ibero-amerikanischen Institutionen

Beratungstätigkeit/Arbeit in Gremien

Publikationen (Auswahl)

Schriftenreihen


Periodika


Monographien


Aufsätze


Rezensionen

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Letzte Aktualisierung: 15.04.2009

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